WAS IST SORBIT

Short Notes für Eilige

  • Sorbit ist ein Zuckeralkohol, u.a. enthalten in diätischen Lebensmitteln, Zahnpflegeprodukten, Stein- und Kernobst sowie Trockenfrüchten, Wein und Bier
  • Details zum Sorbitgehalt in Lebensmitteln findet ihr hier
  • Auch bei „normalen“ Menschen wirkt sich ein übermäßiger Verzehr von Sorbit negativ aus
    • Ab 5-20 g reagiert jeder Körper mit Blähbauch
    • Ab 20-50 g reagieren die meisten mit Durchfall
    • Ein Beispiel: Ein zuckerfreies, mit Sorbit gesüßtes Kaugummi enthält 1,25 g Sorbit. Das heißt ein gesunder Mensch gelangt nach dem Verzehr von vier Kaugummis bereits bei einer blähungsauslösenden Dosis an

 

Was ist Sorbit?

Sorbit ist ein Zuckeraustauschstoff, der von der Lebensmittelindustrie zum Süßen von diätischen oder zuckerfreien Lebensmitteln verwendet wird. Es wird zudem als Feuchthaltemittel in Lebensmitteln und Kosmetika verwendet, mit dem Ziel diese vor dem Austrocknen zu schützen. Enthalten ist Sorbit zum Beispiel in: Senf, Mayonnaisen, fertig Backwaren, Biskuit, Marzipan, Schokoladen- und Pralinenfüllungen, Kaugummis, Zahncremes und Mundspülungen. Es dient auch als Trägerstoff für Medikamente,  Aromen und Vitamine.

Sorbit gehört aber auch zu den natürlich vorkommenden Zuckeralkoholen und ist daher in Grundnahrungsmitteln wie z.B.  einigen Frucht- und Gemüsesorten enthalten. So z.B. in: Tomaten, Karotten, Gurken sowie Stein-, Kern- und Trockenobst (Pflaumen, Aprikosen, Pfirsiche, Äpfel, Birnen, Rosinen).  

In der Liste der Zusatzstoffe wird es als E420 aufgeführt- allerdings nur dann, wenn es dem Lebensmittel explizit zugesetzt wurde. Hierbei gibt es keine Kennzeichnungspflicht zur genauen Menge des zugeführten Sorbits.

 

Verwendung und Eigenschaften

Positive Eigenschaften von Sorbit

Sorbit ist süß, enthält aber weniger Kalorien als Haushaltszucker. Für die Verstoffwechselung im Körper  wird kein Insulin benötigt. Daher eignet sich Sorbit zum Süßen von Diabetikerlebensmitteln.  Außerdem mögen Karies verursachende Bakterien kein Sorbit weshalb es gern in Zahnpflegeprodukten verwendet wird.

 

Negative Eigenschaften von Sorbit

Zu viel Sorbit kann auch heftige Nebenwirkungen haben: Durchfall, Verstopfung, Blähungen, aber auch Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Nimmt man am Tag mehr als 50 Gramm Sorbit zu sich, führt dies sehr häufig zu Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Daher sind Lebensmittel, denen Sorbitol zugeführt wurde auch meistens mit dieser Aufschrift gekennzeichnet: „Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.“ Dieser Hinweis muss auf allen Lebensmitteln vermerkt werden, die mehr als 10% Sorbit enthalten.

 

Sorbit­intoleranz- was ist das Problem? 

Der Dünndarm kann bei einer Sorbitintoleranz nur eine sehr geringe Menge von Sorbit aufnehmen. Die Toleranzgrenze ist hierbei von Körper zu Körper unterschiedlich. Das macht es für den einzelnen Betroffenen, insbesondere in der ersten Zeit nach der Diagnose, schwer seine Ernährung umzustellen, da er kein verlässliches Limit für seine Beschwerdefreiheit zu Grunde legen kann.

Hast du also, deinen Körper betreffend,  zu viel Sorbit aufgenommen, wandert ein Großteil dessen direkt weiter in den Dickdarm. Hier wird es von Gas erzeugenden Bakterien abgebaut, was zu Blähungen und weiteren Symptomen führt.

Hier erfährst du mehr über Sorbitintoleranz.